Aktuelle Publikation — August 2013

Willy Brandt - Eine Comic-Biografie

Buchcover Willy Brandt - Eine Comic-Biografie

Die Lebens-Geschichte Willy Brandts (1913–1992) ist die Geschichte fast eines ganzen Jahrhunderts. Als Junge flieht er vor den Nationalsozialisten ins norwegische und schwedische Exil, hält sich als Beobachter in Spanien 1936 beim Kampf gegen Franco auf, beteiligt sich als Berliner Regierender Bürgermeister am Wiederaufbau des demokratischen Deutschland und befindet sich dort zugleich im Zentrum des Kalten Krieges. Er erlebt die Teilung des Landes und die Bedrohung durch den Atomtod hautnah mit.

Für seine Friedens- und Entspannungspolitik, die er insbesondere während seiner Kanzlerschaft vorantreibt, erhält er 1971 den Friedensnobelpreis. Auch nach seiner Regierungszeit wirkt er weiter in der internationalen Politik und wird Vorsitzender der Sozialistischen Internationale. Willy Brandt hat das Jahrhundert begleitet: als Betroffener, als kritischer Beobachter und als politischer Gestalter.

Helga Grebing und Ansgar Lorenz zeigen in ihrem Comic Leben und Wirken des großen Sozialdemokraten, Europäers und Weltbürgers – informativ, anschaulich, unterhaltsam und reich illustriert.

Helga Grebing/Ansgar Lorenz, Willy Brandt. Eine Comic-Biografie, 80 Seiten, vorwärts buch, 2013.

Im September 2012 erschienen

Freiheit, die ich meinte. Erinnerungen an Berlin

Buchcover Freiheit, die ich meinte

Die Historikerin Helga Grebing blickt mit sehr persönlichen Worten auf ihre Kindheit und Jugend in Berlin-Pankow und in der Nähe von Berlin zurück. Dabei spannt sie den Bogen von ihrem Geburtsjahr 1930 bis 1953, als sie nach Staatsexamen und Promotion Berlin verließ. Ihrer eigenen Entwicklungsgeschichte stellt sie eine sozial-geschichtliche Schilderung der Herkunft ihrer thüringisch-westpreußischen Familie voran, deren Teile in den 1890er-Jahren in Berlin zusammentrafen.

Die Autorin schildert ihre doppelte Ablösung: einmal, als BDM-Führerin, vom Nationalsozialismus in den Jahren 1945/46 und seit 1947, als Absolventin der Arbeiter- und Bauernfakultät der Berliner Humboldt-Universität, vom SED-Kommunismus, bis sie im Januar 1948 in Berlin-Pankow in die SPD eintrat. Zuerst studierte sie an der Humboldt-Universität, dann ab 1949 an der Freien Universität. So entfaltet sich aus einer individuellen Biografie das Lebensbild einer ganzen Generation, die den Zweiten Weltkrieg als Kinder und Jugendliche erlebt und verarbeitet hat und schon kurz nach Kriegsende die politische Teilung der Welt in Berlin intensiv miterlebte.

Helga Grebing, Freiheit, die ich meinte. Erinnerungen an Berlin, 176 Seiten, verlag für berlin-brandenburg (vbb), 2012.

Ankündigung des Verlags (PDF)

Im August 2012 erschienen

Arbeiterbewegung in Berlin. Der historische Reiseführer

Die Arbeiterbewegung in Berlin blickt auf eine lange Tradition und eine wechselvolle Geschichte zurück. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt Deutschlands und das Zentrum der entstehenden deutschen Arbeiterbewegung. 2013 feiert die Sozialdemokratie ihr 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erscheint nun der Band "Arbeiterbewegung in Berlin" in der Reihe der historischen Reiseführer im Ch. Links Verlag.

Kompakt informiert das Buch über die Geschichte der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Berlin zwischen 1848 und der Gegenwart - von den revolutionären Anfängen und der Gründung der ersten Arbeiterpartei über den Kampf um gleiche politische Rechte, den Aufstieg der Gewerkschaften und die Ausbildung eines lebensweltlichen Arbeitermilieus bis hin zu Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit und zur Wiederbelebung der Arbeiterbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Helga Grebing und Siegfried Heimann (Hg.), Arbeiterbewegung in Berlin. Der historische Reiseführer, 136 S., Ch. Links Verlag Berlin, 2012.

Weitere Beiträge:

Rosa Luxemburg (1871 - 1919)

in: Neue Gesellschaft, Frankfurter Hefte. 60(2013), H. 5, S. 28 - 29.

Aus der Geschichte lernen?

in: Neue Gesellschaft, Frankfurter Hefte. 60(2013), H. 5, S. 80 - 85.

Von München nach Bern. Zwei Stationen des jungen Worringer und ihre Folgen

in: Noberto Gramaccini / Johannes Rößler (Hrsg.): Hundert Jahre "Abstraktion und Einfühlung". Konstellationen um Wilhelm Worringer. München (Wilhelm Fink) 2012,
S. 23 - 38.

Linkssozialisten - Entscheidung für die Sozialdemokratie


in: Klaus Kinner (Hrsg.), Linke zwischen den Orthodoxen. Von Havemann bis Dutschke. Berlin (Karl Dietz Verlag) 2011, S. 106 - 117. vollständiger Text...